Fliesen kleben und verfugen: Vom groben Zahn bis zum perfekten Finish

Fliesen legen und verfugen: mit diesen Werkzeugen kommen Sie garantiert an's Ziel!
Fliesenkleber und Zahnspachtel sind ein perfektes Team! Fliesen benötigen eine individuelle Menge an Kleber. Für die optimale Dosierung und einen guten Auftrag sorgt der Einsatz eines Zahnspachtels bzw. einer Fliesenkelle, der/die auf die zu verarbeitenden Fliesen abgestimmt ist. Zum Schluss kommen dann die Fugen dran...

Damit Fliesenkleber nicht nur für stabilen Halt, sondern auch als Puffer im Untergrund sorgen kann, sind neben Zement auch elastische Anteile (z.B. Kunststoffpolymere) in der Klebermasse enthalten. Um eine optimale Klebekraft entwickeln zu können, muss auch der Kleberauftrag angepasst werden. Dies erreicht man mit einem Zahnspachtel bzw. einer Fliesenkelle mit entprechender Zahntiefe. Durch die Zahnstruktur wird die Klebermasse streifig aufgetragen, d.h. Kleber"würste" wechseln sich mit freien Streifen ab. Durch die gleichmäßige Verteilung und Schichtstärke kann sich der Kleber optimal unter der Fliese ausbreiten und seine maximale Klebekraft erzeugen.

Beim Fliesenlegen wird man zahnlos nicht glücklich!

 Die Zahl der Zähne bzw. die Zahntiefe und damit auch der Abstand zwischen den entstehenden Rillen im Kleber richtet sich nach der Größe der Platten.

kleine bis mittlere Formate zu einer Zahnung von sechs oder acht Millimetern. Zehn Zentimeter sind gut für große Platten.

gleichmäßiger Schichtstärk

Diese ist beim Aufbringen des Fliesenklebers nicht unerheblich für die Qualität der Fliesenfläche entscheidend. Beim Verarbeiten von Bodenfliesen mit beispielsweise 60 x 60 cm wird eine Zahnkelle mit einer Zahnung von 10 mm empfohlen. Für Wandfliesen mit beispielsweise 30 x 60 cm eine Zahnung von 8 mm. Bei großformatigen Fliesen, wie z. B. 70 x 70 oder 80 x 80 cm, arbeitet man am besten mit einer Zahnung von 12 oder 15 mm. Auch die Rückseite der Fliesen ist wichtig für die Wahl der korrekten Zahnung.

Tipp: Auch die Rückseite der Fliesen ist entscheident für die Wahl der korrekten Zahnung. Ist die Fliesenrückseite sehr rau, sollte eine größere Zahnung gewählt werden. Um sicherzugehen, dass die richtige Zahnung gewählt wurde, kann eine Testfliese angebracht werden. Dafür  Drücken Sie die Fliese kräftig in den Kleber, ziehen sie wieder ab und schauen, ob sie gut mit Kleber bedeckt ist.

Das Anmischen erfolgt stets gemäß den Angaben des Herstellers. In jedem Fall bereit stehen sollten:

        • ein Mörtelfass 
        • ein elektrisches Rührwerk
        • ein (mit Wasser gefüllter) Eimer und ggf. ein Pinsel zur Reinigung der Werkzeuge

Tipp: Wenn die Fliesen verrutschen sollten Sie mehr Trockenmasse hinzufügen, lässt sich der Kleber nur schwer verarbeiten und wirkt zäh, fügen Sie etwas Wasser hinzu.

Der Auftrag erfolgt idealerweise mit einem Zahnspachtel oder einer Zahnkelle. Die Zahnung sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Klebers auf dem Untergrund, was die Haftung optimiert. Profil und Größe der Fliese entscheiden über die Größe der Zahnung. Bei bis zu 50 mm Kantenlänge wird z.b. eine Zahngröße von 3 mm empfohlen, bei 101 bis 200 mm Kantenlänge eine Zahngröße von 6 mm. 

Auftrag zwischen den Fliesen: Fugenmörtel und Fugen-Gummispachtel
Wenn die Fliesen mit dem gewünschten Abstand verklebt sind und der Kleber getrocknet ist, wird der Fugenmörtel eingearbeitet. Fugenmörtel gibt es in verschiedenen Varianten, die sich nach dem Verwendungszweck richten. Fugenmörtel der im Bad genutzt wird, sollte z.b. wasserabweisende Eigenschaften haben, wird der Fugenmörtel an einer Fassade genutzt, sollte auch auf Frostbeständigkeit geachtet werden. Auch die Breite der Fugen und die Flexibilität sind Faktoren nach denen der Mörtel ausgesucht werden sollte. Zuletzt ist natürlich auch die Optik nicht unerheblich, und da sind der Phantasie theoretisch keine Grenzen gesetzt: Mit Fugenbunt lässt sich Fugenmörtel in beinahe jeder Trendfarbe einfärben. Sollten Sie auf satte Farben und hohe Kontraste setzen ist Genauigkeit ein absolutes Muss, denn bei großen Farbunterschieden zwischen Fuge und Fliese fällt jeder kleine Fehler auf!

Auftragen lässt sich der Fugenmörtel am besten mit einem Fugen-Gummispachtel. Hierbei wird der Mörtel mit einer Gummilippe  diagonal über die Fliesen gezogen und dadurch in die Fugen gepresst. Die Größe richtet sich nach der Fugengröße. 
Bei Wandfliesen eignet sich auch ein Moosgummibrett gut zum Auftragen und Verteilen der Fugenmörtelmasse.

Perfektes Finish: Glätten mit dem Schwammbrett
Wenn der Mörtel angetrocknet ist, werden die Fliesen abgewaschen und die Fugen mit einem Schwamm oder Schwammbrett geglättet, welches währenddessen stets ausgewaschen werden sollte. Wenn die richtige Tiefe und Glätte erreicht ist können die Fugen komplett trocknen und anschließend mit dem Schwammbrett und reichlich Wasser gereinigt werden. Danach werden sie mit einem trockenen Tuch abgerieben.

Welche Werkzeuge Sie noch zum Verlegen von Fliesen brauchen erfahren Sie in diesen Artikeln:
Fliesen legen von A bis Z - "A" steht für den richtigen Abstand
Fliesen schneiden und bohren: diese Werkzeuge bringen Ihre Fliesen in Form!


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